Verhaltenstherapie, Supervision, Coaching

Verhaltenstherapeutische Gruppentherapie "Zwang und Zweifel"

Raus aus der Zweifelsspirale!

„Was wäre, wenn ich doch etwas übersehen habe?“ „Was, wenn ich jemandem geschadet habe?“ „Kann ich mir wirklich sicher sein?“

Menschen mit Zwangsstörungen kennen solche hartnäckigen Zweifel nur zu gut. Obwohl im Hier und Jetzt wenig oder nichts auf eine konkrete Gefahr hindeutet, wirken vorgestellte Möglichkeiten plötzlich glaubwürdig und bedrohlich. Daraus können belastende Gedankenschleifen, Kontrollen, Rückversicherungen, Vermeidungsverhalten oder andere Zwangshandlungen entstehen.

Das Gruppenprogramm richtet sich an Erwachsene mit unterschiedlichen Erscheinungsformen einer Zwangsstörung, bei denen ausgeprägte Zweifel und „Was-wäre-wenn“-Szenarien eine wichtige Rolle spielen.

Der therapeutische Ansatz

Das Kurzzeittherapieprogramm stützt sich vorwiegend auf das innovative Verfahren der inferenzbasierten Therapie nach O’Connor und Aardema. Dieser Ansatz beschäftigt sich besonders mit der Frage, wie zwanghafte Zweifel entstehen und weshalb vorgestellte Möglichkeiten manchmal überzeugender erscheinen als die unmittelbar wahrnehmbare Realität.

In der Gruppe lernen Sie unter anderem,

  • typische Zweifelsschleifen und ihre Entstehung besser zu verstehen,
  • zwischen konkreten Informationen und vorgestellten Möglichkeiten zu unterscheiden,
  • persönliche Denk- und Schlussfolgerungsmuster zu erkennen und zu verändern
  • der eigenen Wahrnehmung wieder mehr zu vertrauen und
  • neue Möglichkeiten im Umgang mit Zwangsgedanken und Zwangsimpulsen zu entwickeln.

Dabei geht es nicht darum, absolute Sicherheit herzustellen. Ziel ist vielmehr, die Tricks des Zwanges zu durchschauen und ihm im Alltag deutlich weniger Einfluss zu geben. 

Zusätzlich wird Raum dafür sein, Möglichkeiten selbstgesteuerter Verhaltensexperimente zu entwickeln und das generelle Vorgehen im Rahmen von Expositionen kennenzulernen. 

Die gemeinsame Arbeit in einer kleinen Gruppe bietet zudem die Möglichkeit, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und neue Schritte in einem geschützten Rahmen zu erproben. 

Organisatorischer Rahmen

  • 24 Gruppensitzungen mit jeweils 100 Minuten Dauer
  • einmal wöchentlich
  • maximal 6 Teilnehmende
  • Beginn: 7. Oktober um 17:30 Uhr
  • Ort: Praxis für Verhaltenstherapie Dr. Rüdiger Spielberg, Innsbrucker Straße 37, 10825 Berlin

Das Angebot richtet sich an erwachsene Personen aus Berlin und Umgebung.

Voraussetzungen für die Teilnahme

Vor Beginn finden zwei diagnostische Einzeltermine statt. Dabei klären wir gemeinsam Ihre Beschwerden, Ihre Behandlungsziele und ob das inferenzbasierte Gruppenkonzept zu Ihrer persönlichen Zwangsproblematik passt. Die Entscheidung über eine Teilnahme wird auf Grundlage dieser Gespräche gemeinsam getroffen.

Das Gruppenprogramm richtet sich vorwiegend an gesetzlich Versicherte. Für die Abrechnung genügt die elektronische Gesundheitskarte Ihrer gesetzlichen Krankenkasse.

Interesse an einem Vorgespräch?

Wenn Sie sich hier wiedererkennen und erfahren möchten, ob die Gruppe für Sie geeignet ist, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, gerne auch telefonisch im Rahmen meiner Sprechzeit (di, do 12-13, 030 4396 1064).

   Die Anmeldung ist auch über mein Gruppenplatz-Profil möglich